Amerika 2016 // Tag: 8 – Sonne, Strand und… Delfine

In Naples wollen wir einen Tag verweilen und die Seele am weißen Strand baumeln lassen, denn früher wie heute gilt Naples als „attraktives Seebad“[1] und hat ganze 60 Kilometer feinsten Sandstrand zu bieten.[2] Davon abgesehen gehört es zu einer der nobelsten Städte Floridas. Als nach seiner Gründung im Jahr 1886 das erste Hotel hier errichtet wurde, 1926 die Eisenbahn das Städtchen erschloss und es zwei Jahre später über den Tamiami Trail auch bequem per Auto erreichbar war, zog es zig Investoren und Urlauber hierher. Auf der sogenannten „Millionaire’s Row“ entstanden Villen, Strandhäuser und Winterdomizile vieler Stars.[3]

Wie alles begann…

Einen Einblick in die Geschichte von Naples, insbesondere zu Zeiten der Eisenbahn, gibt das Naples Depot Museum. Es befindet sich im restaurierten Passagierbahnhof der Seaboard Air Line Railway (1051 5th Ave S, Naples). Einbaumkanus von Einheimischen, ein Maultierwagen, ein antiker Sumpfbuggy, restaurierte Eisenbahnwaggons und interaktive Exponate erzählen die Geschichte, wie sich Naples durch den Handel und das Reisen von einem verschlafenden 300-Seelen-Dorf in die heutige Stadt verwandelte. Das Museum ist eines von fünf kostenlosen Museen in Collier County und kann dienstags bis samstags von 9 bis 16 Uhr besucht werden. (Web)

Wir verlassen das Museum und flanieren zur Bayfront, wo sich ein Fischrestaurant an das nächste reiht. Unser Weg führt zum Bayfront Place und den italienisch angehauchten Gebäuden sowie Springbrunnen. Es ist unverkennbar, dass die Stadtväter dem italienischen Vorbild Neapel nachgeeifert haben.

Wahrzeichen der Stadt

Mit dem Auto fahren wir einmal quer durch die Stadt zum Strand, genauer gesagt zum berühmten Naples Pier. Die Parkplatzsituation ist dort nicht ganz einfach und unter Umständen kostspielig. Aber es lohnt sich! Der Naples Pier reicht über 300 Meter in den Golf von Mexiko und ist ein beliebter Treffpunkt für Angler, Badegäste, Naturliebhaber und abends für Fans eines traumhaften Sonnenuntergangs.

Der Bau des Piers reicht bis ins Jahr 1888 zurück und diente seiner Zeit als Fracht- und Passagieranleger. Große Teile davon wurden 1922 durch einen Brand zerstört. Nach weiteren Schäden zahlreicher Hurrikane (1910, 1926 und 1960) wurde er in seiner heutigen Form stets wieder aufgebaut und gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Wir laufen den Pier entlang und schauen den Anglern beim Fischen zu. Als wir plötzlich unseren Augen nicht trauen. Im Wasser schwimmen seelenruhig Delfine umher. Mal schaut nur ihre Rückenflosse aus dem Wasser, mal zeigen sie sogar ihre langgezogene Schnauze. Es scheint, als gäbe es für sie keinen schöneren Ort zum Schwimmen als hier.

Trotz der vielen Menschen vermittelt die Gegend eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Entspanntheit. Wir lassen uns einfach davon anstecken, spazieren herum, spüren den Sand und das Wasser an unseren Füßen und snacken im Schatten der riesigen Palmen. So fühlt sich Urlaub an!


Unser Fazit: Bei all den Erlebnissen während einer mehrwöchigen Rundreise tut solch ein entspannter Tag richtig gut. Er hilft dabei, die vielen Eindrücke zu verarbeiten, die Füße auszuruhen und die Gelassenheit der Floridianer auf sich selbst zu übertragen. Getreu nach dem Motto: Einfach mal die Seele baumeln lassen!

Quellenangaben:
[1] Florida, KARL BAEDEKER GmbH, Ostfildern 2018, 13. Auflage, ISBN 978-3-8297-4640-3, Seite 197
[2] Florida, KARL BAEDEKER GmbH, Ostfildern 2018, 13. Auflage, ISBN 978-3-8297-4640-3, Seite 199
[3] Florida, KARL BAEDEKER GmbH, Ostfildern 2018, 13. Auflage, ISBN 978-3-8297-4640-3, Seite 198
[4] Südschweden, Reise Know-How-Verlag Peter Rump GmbH, 2017, 2. Auflage, ISBN 978-3-8317-2923-4, Seite 168f.
[5] http://www.hallekis.com/arkiv/xx050520a.htm (letzter Abruf: 25.07.2020)

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