Sebastian Fitzek – Passagier 23 [Buchrezension]

Nichts für schwache Nerven – Gewohnt spannend und stellenweise grausam schaurig zeigt Fitzek, wie viele Geheimnisse unter Deck eines Kreuzfahrtschiffes verborgen liegen können.

Buchtitel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Seitenanzahl: 432 (Hardcover)

Kaufmöglichkeiten und weitere Details zum Buch

Worum geht es?

Dr. Martin Schwartz gehört zu der Sorte Menschen, die unberechenbar sind und nichts mehr zu verlieren haben. Ohne Rücksicht auf sich selbst bringt er sich als Polizeipsychologe und verdeckter Ermittler in die gefährlichsten Situationen, um Dealer, Zuhälter von Kinderprostitution oder andere Schwerverbrecher zur Strecke zu bringen. Auslöser für dieses Verhalten war die im Selbstmord endende Urlaubsreise seiner Frau und seines Sohnes auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“. Der Tod und die damit verbundenen Beweismittel lassen jedoch für Martin Schwartz viele Fragen unbeantwortet. Abgesehen davon, dass er keine Gründe sieht, die die beiden zu einem Selbstmord bewogen haben könnten.

Als er eines Tages einen Anruf von jenem Kreuzfahrtschiff erhält, holen ihn seine Erinnerungen auf schmerzliche Art und Weise ein. Obwohl er sich geschworen hat, nie einen Fuß auf das Schiff zu setzen, kann er nicht anders. Die Möglichkeit, etwas über den Tod seiner Familie zu erfahren oder sogar die winzige Hoffnung, sie könnten noch am Leben sein, veranlassen ihn, sich unverzüglich auf die „Sultan of the Seas“ zu begeben.

Mit ungeahnten Folgen. Plötzlich befindet er sich nicht nur mitten auf dem Ozean, sondern auch inmitten mysteriöser Geschehnisse. Denn der Selbstmord seiner Familie scheint kein Einzelfall zu sein. Regelmäßig verschwinden Passagiere, die die Reederei als Suizid-Tode zu den Akten legt. Bis eines Nachts die kleine Anouk Lamar auftaucht. Wie kann das Mädchen Selbstmord begangen haben und nun wieder unter den Lebenden weilen? Martin Schwartz versucht das Rätsel zu lösen und begibt sich damit auf gefährliches Terrain. Denn viele scheinen nicht die zu sein, für die sie sich ausgeben.

Prädikat „Schrecklich spannend“

Sebastian Fitzek eröffnet dem Leser mit „Passagier 23“ zur Abwechslung mal einen ganz anderen Schauplatz: Ein Kreuzfahrtschiff. Er bricht mit den vielseits bekannten Luxusliner-Klischees und entführt den Leser in eine Welt aus Täuschung, Korruption und Macht.

Gemeinsam mit dem Protagonisten begibt sich der Leser auf eine spannende und geheimnisvolle Spurensuche. Auf die Suche nach den verschwundenen Passagieren, die scheinbar ohne erklärlichen Grund Selbstmord begehen – oder begehen werden. Dabei verdichten sich verschiedene Handlungsstränge und Ereignisse immer stärker zu einem Netz, in dem jeder gefangen zu sein scheint. Der einzige Ausweg auf hoher See ist über das unendlich tiefe Blau des Ozeans. Bis zur letzten Seite sorgen unerwartete Wendungen der Geschichte dafür, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

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