Sicher, das Leben ist kein Wunschkonzert, kein Ponyhof und schon gar kein Beauty Palace. Aber auch wenn einem bewusst ist, dass das Leben nicht geradlinig verläuft, bleibt die Frage: Warum muss es sooooo viele Abbiegungen, Kreuzungen, Berge und Täler haben?
Es gibt einfach Momente im Leben, die ausweglos erscheinen. Momente, in denen der Weg hinauf auf den Berggipfel oder raus aus einem Tal nicht zu enden scheint. Wäre es nicht schön, in solchen Momenten eine Karte dabei zu haben? Eine Art Wanderkarte für das Leben? Ein Blick darauf genügt und man kann abschätzen, ob man gerade die richtige Entscheidung trifft und vom Weg abbiegen sollte? Oder ob es besser wäre, sich einfach ein wenig in Geduld zu üben – mit dem Bewusstsein, das Tal ist bald überwunden, es geht wieder aufwärts?
„Beeinflussung des Schicksals“ würde manch einer wohl sofort rufen. Aber ist dem wirklich so? Ich glaube nicht. Es geht nicht um Beeinflussung, sondern vielmehr um die Gewissheit „Alles wird gut!“. Auch wenn ich es natürlich nicht mit absoluter Gewissheit sagen kann, so möchte ich doch mit Blick auf meine Vergangenheit einfach fest daran glauben, dass im Leben alles einen Sinn hat und alles gut wird. Viele Schicksalsschläge haben mich an den Ort gebracht, an dem ich heute lebe und an dem ich mein Glück gefunden habe. Und haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Mit allen Ecken und Kanten. Mit allen Macken und Fehlern. Auch wenn somit meine Wanderkarte erst im Nachhinein für mich sichtbar wird, ich glaube fest daran: Sie existiert.
Ich persönlich glaube, dass es das Schicksal gibt und es bei allem Unglück gut mit uns meint. Es folgt nämlich einer Wanderkarte. Manche Wege liegen noch im Verborgenen und manche wiederum sind bereits in Granit eingemeißelt.