Urlaubstage einreichen, Impfungen checken, Reiseroute planen, Fremdenführer querlesen, ESTA beantragen, Koffer packen, zum Stuttgarter Flughafen fahren… Die Zeit bis zum Boarding vergeht sprichwörtlich wie im Flug.
Total aufgeregt sitzen wir schließlich am 31. Mai im Flugzeug und befinden uns auf dem Weg nach New York. Da es kein Direktflug ist, müssen wir in London umsteigen. Eigentlich sollten zwei Stunden Aufenthalt locker dafür ausreichen. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass sich zu diesem Zeitpunkt gefühlt ganz Großbritannien am Flughafen befindet und wir erneut die gesamte Sicherheitskontrolle passieren müssen. Ein bisschen Nervosität macht sich in uns breit. Schaffen wir es rechtzeitig? Ja. Pünktlich zum Boarding erreichen wir das Gate.

Knapp 14 Stunden später landen wir – und hoffentlich auch unsere zwei Koffer – am JFK Airport in New York. Für den Fall, dass einer unserer Koffer in London verloren geht, haben wir in beiden jeweils Sachen des Partners verstaut – somit hätten wir den Verlust eines Koffers für ein paar Tage verschmerzen können.
Und nun auf ins New Yorker Zentrum! Aber wie? Wir schenken der Dame an der Information und unserem Reiseführer Glauben und nehmen den Air Train, das schnellste und kostengünstigste Transportmittel ab dem Flughafen: 7,50 $ pro Person, inklusive einmaligem Umstieg.
Gespannt, was uns erwartet, erreichen wir die Endstation. Wir steigen aus und stehen direkt vor der ersten Herausforderung: Wo ist der Ausgang? Wir beschließen einfach den Subway-Schildern in eine Richtung zu folgen. So tragen wir unsere Koffer die eine Treppe hoch, die andere wieder runter, biegen links ab, laufen rechts um die Ecke – bis wir irgendwann die ersten Polizeisirenen hören und das Tageslicht erahnen. Uns schießt nur ein Gedanke durch den Kopf: „WIR SIND IN NEW YORK!“.

Völlig berauscht von den vielen Geräuschen, den Lichtern und den riesigen Gebäuden stehen wir minutenlang an der Subway-Station. Überdimensionale Werbeplakate prangen an den Häuserfassaden, Comicfiguren laufen winkend durch die Menschenmassen und überall hupen Taxis. Mit großen Augen und klopfenden Herzen wird uns bewusst, dass das der Beginn unseres USA-Abenteuers ist.
Bevor wir die Stadt näher erkunden, möchten wir nur schnell ins Hotel. Den Koffer hinter uns herziehend bahnen wir uns einen Weg durch das Großstadt-Chaos. Mal auf dem Bürgersteig, mal auf der Straße, mal über rote Ampeln, mal haarscharf an hupenden Taxis vorbei – wir schauen uns die Überlebensstrategie der New Yorker unmittelbar ab. 🙂


Im Hotel angekommen checken wir ein und bekommen ein Zimmer im 21. Stock. Für die Amerikaner nichts Ungewöhnliches – für uns schon. Wir schauen hinab in eine Häuserschlucht und überragen rundherum doch nur die wenigsten Nachbargebäude. Ein grotesker Anblick!
Wir wollen keine Zeit verlieren – und stürzen uns nun (ohne Koffer) wieder ins Getümmel. Vor unseren Füßen liegt der berühmte Broadway. Überall wimmelt es von Musical-Plakaten, Walt Disney Stores oder überdimensionalen Werbetafeln – von Coca Cola und Google, über H&M und LG bis hin zu Heineken und CNN. Bis spät in die Abendstunden genießen wir das außergewöhnliche Treiben im Herzen von New York City.
Unser Fazit: New York ist sowohl per One-Stop- als auch per Non-Stop-Flug erreichbar. Generell gilt: Liegt der Umstieg innerhalb der USA, muss sofort die Grenzkontrolle passiert werden, das Gepäck durch den Zoll und ein erneuter Check-in stattfinden. Das kann unter Umständen etwas Zeit kosten – ggf. reichen zwei Stunden nicht aus. Um das zu umgehen, haben wir uns absichtlich für einen Stopp in London entschieden.
Noch ein Hinweis: Bevor man amerikanischen Boden betreten darf, muss das sog. ESTA-Formular ausgefüllt werden. Das kann online, mindestens 72 Stunden vorher geschehen und kostet 14 $ (bezahlbar mit Kreditkarte). Wenn es nicht vorliegt, ist die Einreise unmöglich.