Am nächsten Morgen weckt uns das helle Licht der Sonnenstrahlen. Die Nacht an sich haben wir gut überstanden – ohne Bären, ohne Mäuse, aber mit ein paar Mückenstichen. Unser hungriger Magen meldet sich zu Wort und wir begeben uns auf schnellstem Weg zum Frühstück. Während wir so durch Curry Village laufen, fühlen wir uns ein wenig wie Pfadfinder im Sommer-Camp. Alles ist in die Natur integriert.
Nach dem Frühstück brechen wir auf zu den Lower Yosemite Falls, die wie auch die Upper Yosemite Falls mit fortschreitendem Sommer versiegen. Da wir zwar absolute Naturgenießer sind, jedoch nicht zu den konditionell besten Wanderfreunden gehören, haben wir uns hiermit einen relativ leichten, aber landschaftlich wunderschönen Trail rausgesucht. Der im Yosemite Village startende Rundweg beträgt 2,4 Kilometer.


Als nächstes wollen wir zum langsam austrocknenden Mirror Lake unterhalb der berühmten Felskuppel Half Dome. Aus dem richtigen Winkel betrachtet, macht der See seinem Namen alle Ehre und zeigt ein glasklares Spiegelbild der traumhaften Umgebung inkl. der Half Dome-Kuppel.



Schweren Herzens müssen wir uns vom Yosemite National Park verabschieden. Vor uns liegen erneut ein paar Stunden Fahrtweg zurück nach Merced. Die Sonne brennt zwar vom Himmel, aber wir legen trotzdem oder auch gerade deswegen einen kurzen Stopp im beschaulichen Mariposa ein. Das Städtchen geht, wie viele andere entlang des Highway 49, auf den Goldrausch von 1849 zurück. Und diese Historie sieht man an jeder Ecke: Zahlreiche Gebäude aus dieser Zeit sind noch unverändert erhalten und vermitteln ein Gefühl von „wildem Westen“.




Am späten Nachmittag erreichen wir geschafft, aber glücklich Merced und steigen in dem uns schon bekannten Motel Rodeway Inn (1001 Motel Drive, 95340 Merced) ab. Wir freuen uns wie zwei kleine Kinder auf die herrliche Abkühlung im Pool. 🙂

Unser Fazit: Der Yosemite National Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es gibt so viel zu entdecken, dass eigentlich zwei Tage nicht mal annähernd ausreichen.
Die Website https://www.yosemitehikes.com bietet eine sehr gute Übersicht über den Park, die Unterkünfte und die Wanderwege, um sich bereits vorab informieren zu können. Insbesondere die verschiedenen Wanderwege sind mit weiteren, äußerst hilfreichen Infos gespickt: Sie sagen einem, abhängig vom jeweiligen Start- und Ausgangspunkt wie lang und schwierig der Trail ist, mit welchem Menschenandrang zu rechnen ist und wie landschaftlich reizvoll das Ziel ist.