Der vergangene Tag in den Universal Studios war fantastisch, aber auch anstrengend. Die vielen Erlebnisse gilt es heute erst einmal zu verarbeiten und dabei die Füße zu schonen. Daher startet unser Tag gegen Mittag und ohne genauen Plan, was wir unternehmen wollen. Nur eins ist sicher: Nichts zu machen, kommt für uns nicht in Frage. Dafür ist die Zeit zu schade.
So steigen wir gegen Mittag ins Auto und fahren kurzentschlossen ca. 30 Minuten in den Süden nach Long Beach. Schon seit den 70er-Jahren liegt an den dortigen Kaimauern der ausrangierte Luxusliner Queen Mary (1126 Queens Highway, Long Beach, CA 90802; Website). Das Schiff bietet einen imposanten Anblick und wird heutzutage mit den weitgehend im Originalzustand erhaltenen Kabinen als Restaurant, Hotel und Veranstaltungsort genutzt. Alle Decks können in Form einer self-guided Tour für $25 besichtigt werden. Möchte man auch das neben der Queen Mary befindliche U-Boot „Scorpion“ ansehen, bietet sich eine Kombi-Führung ab $30 an.[1]




Der Blick auf das Meer hat es uns angetan, weshalb wir anschließend zum nur wenige Autominuten entfernten Venice Beach fahren. Leider ist die Parkplatzsuche dort jedoch so nervenaufreibend, dass wir zum Santa Monica Beach weiterfahren. Der Strand von Santa Monica ist im Gegensatz zu Venice Beach etwas ruhiger. Das liegt daran, dass Venice Beach vor allem durch seine Open-Air-Restaurantzeile und die bunten Verkaufsstände viele Menschen anzieht. Zudem ist es für seine sogenannten Murals (Wandbilder an den Häuserfassaden) und die wenigen, noch übrig gebliebenen Kanäle (das einzige was es mit dem großen Vorbild „Venedig“ gemein hat) berühmt. Für die Murals werden sogar eigene Besichtigungstouren angeboten.

Nichtsdestotrotz, der Santa Monica Beach ist wirklich toll. Der zweispurige, asphaltierte Ocean Front Walk and Bike Path vereint Jogger, Fahrradfahrer, Inlineskater und Fußgänger. Jeder wird eingeladen, die Strandpromenade für das zu nutzen, was ihm Spaß macht. Wir legen uns unter die Palmen und schauen dem Treiben bei einem kleinen Picknick in aller Ruhe zu. Dabei genießen wir die kleine Brise, die uns um die Nase weht und das entfernte Rauschen des Meeres.


Unser Fazit: An den kalifornischen Stränden spielt sich ein Großteil des Lebens ab. Die Amerikaner treiben hier nicht nur Sport, sondern gehen flanieren und posieren. Unter dem Motto „Sehen und gesehen werden“ zeigen sich insbesondere am Venice Beach bzw. an dessen sog. Muscle Beach die gestählten Körper von Bodybuildern & Co. Einen kleinen Ausflug sind das Zentrum von Venice und die Strandpromenaden auf jeden Fall wert.
Quellenangaben:
[1] USA Südwesten, Reise Know-How-Verlag, 2014, ISBN 978-3-89662-178-8, Seite 245