Die vergangene Nacht war eine der schrecklichsten und unerholsamsten, die wir während unseres Roadtrips hatten. Aber wir werden mit einem hervorragenden Frühstück entschädigt. Wer jetzt denkt, dass es dieses Frühstück in besagtem Traveler’s Hotel gibt, hat wirklich keine Vorstellung. 😉
Nein, nur knapp 50 Meter die Straße hoch entdecken wir neben einem kleinen amerikanischen Wochenmarkt ein regionales, hollywoodreifes American Restaurant names First Awakenings (171 Main St, Salinas, CA 93901 – Website). Die jährlich gewonnenen, regionalen Awards, u.a. als Best Place for Breakfast, lassen keine Zweifel offen: Hier sind wir richtig! Alle Gerichte sind mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln zubereitet – und das schmeckt man auch. Wir gönnen uns ein Omelett mit gewürfelten Kartoffeln, Bacon, Toast und einem Glas frisch gepressten Orangensaft. Unser Start in den Tag hätte nicht leckerer und perfekter sein können.

Gesättigt und beschwingt schlendern wir noch ein wenig durch die Straßen und machen uns dann auf den Weg nach Merced. Allerdings nicht auf direktem Weg. Wir fahren einen kleinen Umweg (in die entgegengesetzte Richtung) über Monterey. Es besitzt wie San Francisco eine Fisherman’s Wharf. Einziger Unterschied: In Monterey besteht sie nur aus einem einzigen Pier, einigen Restaurants und Souvenirläden. Aber die auf einer schwimmenden Holzplatte liegenden Robben scheinen sich hier genauso wohlzufühlen. Bereits von Weitem hören wir das ohrenbetäubende Rufen und Grunzen; eine Robbe liegt dicht gedrängt neben der anderen.


Monterey bietet noch mehr Sehenswertes, wie den Coastal Trail (beliebter Jogging- und Bike-Weg), die Cannery Row (touristisch umfunktionierte Fischfabriken), das Monterey Bay Aquarium, die Pacific Grove (Stadtteil mit malerischer Küste und Fußweg für Spaziergänger) oder die Monarch Trees (Schmetterlingsbäume). Leider ist das Wetter so schlecht, dass wir auf weitere Erkundungen verzichten und nun nach Merced fahren – der Sonne entgegen.



Im Rodeway Inn (1001 Motel Drive, 95340 Merced) angekommen, plaudern wir erst einmal eine gute Stunde mit dem Rezeptionisten. Genau jene Momente machen eine Reise für uns so besonders und unvergesslich! Wie wir erfahren, gehören die Deutschen zu seinen Lieblingsgästen, „da diese nicht solch einen Saustall wie die Chinesen oder Italiener hinterlassen“. Ab jetzt dürfen wir uns keine Blöße mehr geben. 😉
Wir beziehen unser Zimmer, doch die kalifornische Hitze lässt uns nicht lange dort verweilen. Stattdessen springen wir in unsere Badeklamotten und anschließend in den menschenleeren Pool. Wie uns Freunde bereits vor der Reise erzählt haben, wird man nie einen Amerikaner im Pool sehen – die bauen einfach nur einen Pool, damit einer da ist. Wir Europäer hingegen verstehen gar nicht, wie man einen Pool bauen kann, ohne ihn anschließend auch zu nutzen?! Vor allem bei über 30°C?! Wie dem auch sei; wir genießen das Wetter, den Urlaub und einen Pool ganz für uns alleine! 🙂
Unser Fazit: Merced ist ein guter Zwischenstopp auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark. Die Übernachtungen im Nationalpark sind nämlich recht teuer und zumeist Wochen vorher ausgebucht. Das Rodeway Inn ist dem gegenüber ein erschwingliches Mittelklassemotel, das zudem zu den gastfreundlichsten auf unserer Reise gehörte. Der Pool war dabei ein besonderes Highlight für uns und eine wunderbare Abkühlung bei der sengenden Hitze.